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An der Spitze dieser AG erschien Conrad von Rappard, der Vorbesitzer. Während das Kurhaus sich am nördlichen Ausläufer des Kleinen Rugens in erhöhter Lage befindet, liegt die Trinkhalle am südlichen Rugenhangfuss. Die
Anlage des Ringweges - einer bequemen, schattigen Promenade- gehörte zum Konzept, das Conrad von Rappard auch auf fremdem Terrain (Staatswald) realisieren konnte.
Molken- und Mineralwasserkuren verbunden mit Bewegung und frischer Luft in idealer Verbindung zur gediegenen Unterbringung in nächster Nähe zum Hauptort-
ein Angebot, dem selbst hochstehende Persönlichkeiten nicht widerstehen konnten. Die in Mode stehenden Molkekuren versprachen Hilfe bei Übergewicht, Leber-, Gallen-, Darm- und Nierenleiden sowie bei Hauterkrankungen
und Gicht.
Im Jahre 1910 wurde die Trinkhalle vom Regina Hotel Jungfraublick weg verkauft und als Café Restaurant Trinkhalle mit schönster Aussicht auf Jungfrau und Schwalmeren separat betrieben.
Wetterabhängigkeit und Krisen (Weltkriege, Wirtschaftskrise) wirkten sich negativ auf die Trinkhalle aus; sie wurde zusammen mit dem Areal auf dem sich heute die Saat- und Pflanzschule befindet (inkl. der Villa
Rappard) im Jahr 1957 an den Kanton Bern verkauft. Weil der Pächter Mösching Ende 1960 die Trinkhalle verlassen musste wurde es still am Kleinen Rugen.
Die etwas marginale Nutzung durch das Kreisforstamt II Interlaken für Schlechtwetterarbeit (Pfähle spitzen, Bänke überholen, etc.) und Materialdepot führte dazu, dass die notwendigsten Unterhaltsarbeiten
ausgeführt und somit die Halle vor dem Zusammenfall bewarte wurde. |