U N S E R E   G E S C H I C H T E

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DER BAUBESCHRIEB  (vom Architekten Peter Vögtli)

Am 2. September 1999, kaum war der 'Spatenstich' ausgeklungen, begannen die Zimmerleute mit der Demontage der Dachkonstruktion.

Die vor Jahren eingebaute Hilfskonstruktion musste ebenso entfernt werden, wie die zerbrochenen und angefaulten Sparren und Pfetten. Mit neuen Hölzern und dem Einbau der Zugbänder konnte die filigrane Dachkonstruktion wieder rekonstruiert werden. Leichte, wetterresistente Faserzementschiefer wurden an Stelle der ursprünglichen Holzschindeln für die Dachdeckung verwendet. Zur Zierde des Gebäudes fertigte der Zimmermann von Hand ornamentierte Ort- und Traufbretter, analog der 'Villa Schafroth'. (Verwaltungsgebäude im Freilichtmuseum Ballenberg) Dieses stand ursprünglich in Burgdorf und wurde ebenfalls von Robert Roller II erbaut. Für die südliche Befensterung wurden diverse Fassadenausbrüche realisiert und zum Teil mit gedrechselten Staketen gestaltet.

Die im Spätherbst angefangenen Fassadenverputzarbeiten wurden durch den frühen Wintereinbruch gestoppt, die Arbeiten ins Gebäudeinnere verlagert. Während den Wintermonaten konnten im Freien lediglich die nicht vorhandenen Kanalisations- und Wasserleitungen zum Forstgebäude und der WC-Trakt realisiert werden. Unterstützt von kleinen Heizgeräten war es möglich, die 'geschlossenen Räume' zu isolieren und mit den entsprechenden Verkleidungen zu versehen. Elektro-, Sanitär- und Heizleitungen wurden installiert, zwei neue Kamine und die Feuerstelle im 'Saal Rappard' erstellt, sowie Küchenboden und Kellertreppe in Beton ausgeführt. Ebenso im Winter konnten die ungenügenden Sprossenfenster ersetzt und die mit Liebe zum Detail erstellten Innentüren montiert werden. Die neuen Holzböden, die Holztreppe zum Dachgeschoss, der Kücheneinbau sowie die Abrieb- und Malerarbeiten bildeten im April 2000 den Abschluss der Innenausbauarbeiten.

Mit den warmen Apriltagen konnten auch die Verputzarbeiten an den Fassaden und die Malerei an Fassaden und Vorhalle fertig gestellt werden. Mit beachtlichem Ergebnis sanierten die Maurer die südliche Bruchsteinfassade und den Gewölbekeller. Abschliessend erstellten im Mai 2000 Kursteilnehmer des Heimatschutzes und der Zivilschutz Trockenmauern, Treppenanlagen usw. in der Trinkhallenumgebung.

Die Trinkhallensanierung stellte hohe Anforderungen an die Handwerker und Planer. Wir sind überzeugt, dass die mit der engagierten Unterstützung von Denkmalpfleger Hanspeter Würsten realisierte Sanierung den Gefallen der künftigen Benutzer finden wird.